INTERNATIONALE ARBEITSGEMEINSCHAFT ZUR FÖRDERUNG PILZWIDERSTANDSFÄHIGER REBSORTEN 

Die Satzung

Statuten und Vorstandsreglement von PIWI International

STATUTEN / SATZUNG

Internationale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten

(Sitz: Wädenswil, Schweiz)

§ 1. Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Internationale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten“,

im folgenden IAG genannt. Sitz des Vereins ist Wädenswil

(Schweiz). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(Bei den im Text vorkommenden Personen und Funktionen sind weibliche Personen stets eingeschlossen.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit des Textes wird auf die weibliche Form

verzichtet.)

§ 2. Zweck und Aufgabe

a) Zweck der IAG ist es, wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse auf dem Gebiet

der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten auf nationaler und internationaler Ebene auszutauschen und

Anregungen zu geben. Sie fördert vor allem auf diesem Gebiet tätige Praktiker. Periodisch sind

Tagungen oder Workshops durchzuführen, die hauptsächlich die Weinbaupraxis, aber auch die

Wissenschaft und die Beratung anzusprechen haben.

Transgene Rebsorten sind nicht Gegenstand der IAG.

b) Die IAG verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Aufgaben. Sie ist

selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

c) Mittel der IAG dürfen nur für die statutenmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf

keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Arbeitsgemeinschaft fremd sind,

oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

§ 3. Mitgliedschaft

Mitglied der IAG können alle in der Forschung, Lehre, Beratung und der weinbaulichen Praxis tätigen

Personen und Institutionen oder Firmen werden, sowie fördernde Mitglieder. Die

Mitgliedschaft wird durch Aufnahme begründet. Über diese entscheidet der Vorstand. Die

Beitrittserklärung erfolgt schriftlich an den Vorstand. Die Mitgliedschaft endet

- durch Austritt; er ist dem Vorstand schriftlich mitzuteilen;

- durch Todesfall;

 - durch Ausschluss; über den Ausschluss entscheidet der Vorstand durch Beschluss mit

einer zwei Drittel Mehrheit;

Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vermögen.

§ 4. Organe

Die Organe der IAG sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und die Rechnungsrevisoren.

§ 5. Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den einzelnen Mitgliedern der IAG zusammen. Die

Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich; der Vorstand oder der Versammlungsleiter kann

Gäste zulassen. Die Gäste (Nichtmitglieder) sind nicht stimmberechtigt.

Der Mitgliederversammlung obliegen insbesondere folgende Aufgaben und Geschäfte:

- Wahl des Vorstandes, des Präsidenten und der Rechnungsrevisoren .

- Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes und des Kassenberichtes sowie Entlastung des

Vorstandes und des Rechnungsführers.

- Beschlussfassung der Anträge

- Statutenänderungen und die Auflösung der IAG

- Festlegung des Mitgliederbeitrages

Die Mitgliederversammlung findet jedes Jahr statt. Sie kann mit einer Fachtagung

verbunden sein. Zu dieser Mitgliederversammlung ist mit Angabe der Tagesordnung mindestens

3 Monate vor dem Tag der Versammlung vom Vorstand schriftlich einzuladen. Versammlungsleiter ist

der Präsident oder dessen Stellvertreter.

Anträge zur Mitgliederversammlung sind mindestens einen Monat vor der Versammlung

schriftlich an den Vorsitzenden des Vorstandes einzureichen. Fördernde Mitglieder haben

beratende Stimme. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können von 33 % der Mit-

glieder und vom Vorstand einberufen werden.

Über die Versammlung ist ein Beschlussprotokoll zu führen, das vom Versammlungsleiter

und einem Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist. Die Beschlussfassung erfolgt durch einfache Mehrheit

der Anwesenden.

§ 6. Vorstand der Arbeitsgemeinschaft

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft besteht aus maximal 7 Personen. Pro Land dürfen

nicht mehr als 2 Personen im Vorstand vertreten sein. Im Einzelnen besteht der Vorstand aus:

1. Dem Präsidenten (Vorsitz)

2. Dessen Stellvertreter

3. Weiteren Beisitzern.

Der Vorstand konstituiert sich selbst.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Eine

Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand kann zu wichtigen Beschlussfassungen außenstehende

Personen als Berater hinzuziehen; diese haben kein Stimmrecht. Der Vorstand entscheidet mit

einfacher Mehrheit; gegebenenfalls mit Stichentscheid des Präsidenten. Der Präsident vertritt

die IAG nach außen.

Der Vorstand hat der Mitgliederversammlung alle zwei Jahre ein Schwerpunktprogramm

für seine Amtszeit vorzulegen. Finanzielle Aspekte sind dabei darzulegen.

Zur Umsetzung der in den Satzungen festgeschriebenen Aufgaben und Zielen ist vom Vereinsvorstand

eine Geschäftsstelle einzurichten und eine Person für die operative Geschäftsführung zu bestellen.

Die Geschäftsstelle wird in einem Land eingerichtet, welches im Vorstand vertreten ist.

Der Vereinspräsident hat dazu ein Vorschlagsrecht.  Die Person für die operative Geschäftsführung

wird für die Mindestdauer von jeweils 2 Jahren vom Vereinsvorstand bestellt und arbeitet per Vertrag

auf Grundlage eines vom Vorstand zu erstellenden Pflichtenhefts.

 

§ 7. Rechnungsrevision

Zwei Rechnungsrevisoren haben die Jahresrechnung zu prüfen; der Mitgliederversammlung

ist darüber schriftlich Bericht zu erstatten und Antrag auf Entlastung zu stellen. Eine Ersatzperson wird bestimmt.

§ 8. PIWI Logos

Das Logo in Verbindung mit dem Schriftzug steht allen Mitgliedern zur freien Verwendung zur Verfügung,

insofern die Verwendung mit dem Zweck und der Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft im Sinne des §2 in Einklang steht.

Das Logo darf nur in Verwendung mit reinen PIWI-Weinen verwendet werden, unter Einhaltung der jeweiligen

staatlichen Verschnittregelungen.


Missbräuche können zum sofortigen Nutzungsverbot und zum Ausschluss aus dem Verein führen.

§ 9. Wissenschaftlicher Beirat

Als beratendes Organ kann der Vorstand einen wissenschaftlichen Beirat einberufen.

§ 10. Finanzen

Die durch die Verwaltung und die Ausgaben der IAG entstehenden Kosten werden durch die

Mitgliedsbeiträge und Tagungsgebühren bestritten. Zuschüsse und Förderbeiträge von dritter

Seite können angenommen werden, wenn der IAG dadurch keine politische oder wirtschaftliche Abhängigkeit entsteht.

§ 10. Änderung der Statuten und Auflösung

Über Statutenänderung und Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung mit 2/3-

Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder.

Von Behörden geforderte Änderungen können vom Vorstand beschlossen werden.

Bei Auflösung der IAG oder Wegfall ihres bisherigen Zweckes fällt das Vermögen der IAG

an der Arbeitsgemeinschaft zugehörigen Institutionen oder Personen, die vom Vorstand zu

bezeichnen sind.

§ 11. Inkrafttreten

Diese Statuten wurden am 01. Dezember 1999 in Einsiedeln (CH) von der Gründungsversammlung der IAG

beschlossen und in Kraft gesetzt.

Einsiedeln, den 01. Dezember 1999 

1. Änderung: Oppenheim, den 05. Juli 2015

 

Vorstandsreglement
1. Zweck

Mit diesem Reglement sollen die Geschäftsführung, die Aufgabenzuteilungen und die

zeitlichen Abläufe definiert werden.

2. Allgemeines

Der Vorstand ist für die Führung des Vereins verantwortlich. Für die Festlegung der

Mitgliederbeiträge ist die Mitgliederversammlung zuständig. Diese findet mit Rechnungs-

Abschluss alle 2 Jahre (gerade Jahre) jeweils am 1. Mai statt. Diese entscheidet

aufgrund der Anträge des Vorstandes über die Höhe der Mitgliederbeiträge. Das heisst,

der Vorstand hat vorausblickend seine Aktivitäten und Finanzen zu planen.

Die Mitgliederversammlungen sollen in einer Rotation in den verschiedenen Ländern

 stattfinden. Die örtliche Organisation wird soweit möglich an die Vertreter des jeweiligen

Landes delegiert. Der Vorstand behält jedoch die Oberaufsicht.

Im Zwischenjahr (ungerade Jahre) wird im Spätsommer eine Exkursion durchgeführt.

Der Vorstand definiert die Zeichnungsberechtigung bei den Banken. Alle Bank- und

Geldbelege sind dem Kassier zuzustellen. Es ist auch die Korrespondenzadresse für die

Banken.

Der Vorstand bestimmt jeweils eine verantwortliche Person für das nächste

Jahresprogramm und für die nächste Mitgliederversammlung.

Der Vorstand kann, soweit es nicht in die Kompetenz der Mitgliederversammlung fällt,

Spesen-Entschädigungen an die einzelnen Funktionäre für ihre Arbeit bestimmen.

3. Präsident

Der Präsident vertritt den Verein gegen aussen. Er ist auch erste Anlaufstelle seitens der

 Mitglieder oder von Dritten. Er überwacht die Einhaltung der Termine und kontrolliert, ob

die Vorstandsmitglieder ihre Aufgaben wahrnehmen. Zudem ist er für die Leitung der

Mitgliederversammlung und der Sitzungen des Vorstandes sowie deren Einberufung

zuständig.

Er organisiert mindestens 2 Sitzungen des Vorstandes pro Kalenderjahr. in den geraden

Jahren erfolgt in den ersten zwei Monaten des Jahres die Genehmigung der Jahresrechnung

durch den Vorstand- Diese kann auch auf dem Zirkularweg erfolgen. Ebenso

die Vorbereitung der Mitgliederversammlung.

Der Präsident hat die Oberleitung des Vereins und ist für den Vollzug der Beschlüsse der

Mitgliederversammlung verantwortlich.

 

4. Rechnungsführer (Kassier)

Der Kassler ist für das Rechnungswesen des Vereins zuständig. insbesondere obliegen

ihm folgende Aufgaben:

— Versand der Rechnungen für die Mitgliederbeiträge innerhalb von 30 Tagen

nach deren Festlegung an der Mitgliederversammlung

— Kontrolle er Zahlungseingänge und Mahnung der säumigen Zahlungen

innerhalb von 60 Tagen nach Verfall der Rechnung

— Zweite Mahnung nach weiteren 30 Tagen

— Erstellung einer Liste mit den säumigen Mitgliederbeiträgen per 31. Dezember

zu Händen des Vorstandes

— Der Kassier ist für die Führung des Mitgliederverzeichnisses verantwortlich

- Laufendes Verbuchen aller Zahlungsein- und -ausgänge inkl. korrektem Ablegen

aller zugehenden Belege

— Erstellen des Jahresabschlusses zu Händen des Vorstandes bis Ende Januar

des Folgejahres

- Sobald der Vorstand die Jahresrechnung genehmigt hat, ist diese den

Revisoren vorzulegen

— Der Kassier präsentiert und erläutert der Mitgliederversammlung die

Jahresrechnung.

5. Protokollführer (Schriftführer)

Der Protokollführer führt über die Mitgliederversammlung wie auch über die Sitzungen

des Vorstandes ein Protokoll. Dieses ist der nächsten Mitgliederversammlung bzw. der

nächsten Vorstandssitzung zur Genehmigung vorzulegen. Die jeweiligen Protokolle sind

innerhalb von einem Monat zu erstellen.

Dem Protokollführer können auch weitere Schreibarbeiten wie Rundschreiben an die

Mitglieder usw. übertragen werden.

6. Vizepräsident

Der Vizepräsident vertritt den Präsidenten wenn dieser verhindert ist.

 7. Revisoren

Die Revisoren prüfen die Jahresrechnung und erstatten der Mitgliederversammlung ihren

schriftlichen Bericht.

 

5.12.2005